WELLNESS PUR

Im Streben nach guter körperlicher Form und Lebensenergie: die Spas, antike Wellnessoasen, die seit Jahrhunderten die italienische Halbinsel bevölkern, in einer neuen Form.

Den traditionellen Urlaubsaufenthalt am Meer, im Gebirge oder in den Kunststädten mit einem Zeitraum verbinden, der ausschließlich Körper und Geist gewidmet ist - das ist die neue Urlaubsphilosophie. Die Suche nach Wellness und Momenten absoluter Entspannung fern vom täglichen Alltag ist keine Kapriole, sondern ein echtes, von vielen Seiten empfundenes Bedürfnis, um gegen den Stress unseres heutigen Lebens anzugehen.
Das Motto ist Vitalität und Gesundheit, genau das, was das Wasser Stresskranken dank avantgardistischer Einrichtungen zu geben mag. Eine Art Code, der die Thermaleinrichtungen in neuem Licht erstehen lässt, die heute den lateinischen Namen “ salus per aquam”, abgekürzt SPA, tragen.
Nicht mehr nur Luxus und Exklusivität, sondern Ideen für jedes Budget und jedes Alter, mit romantischen Aufenthalten in reizvollen antiken Wohnsitzen oder alten Schlössern oder auch weniger aufwändigen Urlaubsaufenthalten im Zeichen der Entspannung in Thermalhotels oder Feriendörfern. Und dann all die Vorschläge in Verbindung mit der Kunst, mit der Gastronomie oder die Angebote für diejenigen, die nicht viel Zeit haben und sich mit einem einzigen Tag zufrieden geben. Das Wichtige ist, sich zu jeder Zeit des Jahres eine regenerierende Pause zu gönnen.  
Italien ist seit Jahrhunderten genau der richtige Ort für diese Momente des Genusses, mit mehr als 24.000 im ganzen Land verteilten „Wellness-Fabriken“, insbesondere in Mittel- und Norditalien. Für die Liebhaber der Wellness sind Venetien, Trentino-Südtirol, die Toskana und Kampanien wahre Zauberworte. Für Kampanien braucht man nur einen Namen zu nennen: Ischia. Das ist die Insel der Entspannung par excellence, mit zahlreichen Heilquellen und einer zauberhaften Vegetation. Die Quellen Ischias sind renommiert für ihre ausgezeichnete therapeutische Wirkung und in jüngerer Zeit auch für Massagen, Duschen, Bäder und Schlamm – das Angebot der Spas komfortabler Hotels oder der Thermalparks der Insel.
Ein wenig traditioneller ist Venetien, wo die Wahl entweder auf die Einrichtungen am Meer, wie die Thermen von Bibione, oder die inmitten der Berggipfel der Dolomiten liegenden Etablissements, wie die Thermen von Recoaro, fallen kann – oder auch auf das Flachland, wo Natur und Kunst miteinander verschmelzen. Eine spektakuläre Hügellandschaft umgibt die Provinz von Siena, die reich an warmem Wasser, Wäldern und tausendjährigen Pflanzen ist und in der 42 Heilquellen sprudeln, die aus dem erloschenen, unter dem Berg Amiata „brodelnden“ Vulkan entspringen. Aber dies ist nur eine von vielen Thermalstätten, die man in der ganzen Toskana findet, einem Land, in dem bereits die Etrusker die Wasserenergie und die Eigenschaften der unteren Erschichten zu Heilzwecken verwendeten.  Diesem geheimnisvollen Volk schulden wir im Übrigen auch die Entdeckung der Saturnia-Quellen und der Heilwirkung des Kraters von Venturina, beide Sitz renommierter Thermalbäder und Wellnesscenter. Die Römer dagegen waren es, die den Grundstein für  San Casciano Bagni und die heutige Therme von  Chianciano Terme legten.
Schließlich Trentino, eine Region voller Thermalquellen vor dem Hintergrund unverwechselbarer Berglandschaften. Diese Region, die übrigens Elisabeth von Österreich, die unruhige Prinzessin Sissi, so sehr begeisterte, erlebte im Laufe der Zeit die Wandlung des traditionellen Thermalbad-Konzepts zu Wellnessaufenthalten für ein körperlich-geistiges Wohlbefinden.