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Der Roero ist eine weitläufige Besitzung in Piemont, ein lieblicher Ort, ein Zusammenspiel von Farben, einer intakten Natur, sauberer Luft und naturreinen Produkten.

Das Land, das lange Zeit das Lehngut einer reichen und mächtigen Familie aus Asti war, die dem Gebiet den Namen gab, dehnt sich ohne genau definierte Grenzen auf 350 m² Fläche aus; man kann es jedoch zwischen der Provinz Asti im Osten, Turin im Norden und der Granda – einem Landstrich der Provinz Cuneo – im Süden und Westen ansiedeln.
Diese Landschaft zwischen den Hügeln kann aus vielen Gründen als einzigartig bezeichnet werden, die nicht nur an die lokale Kultur gebunden sind, welche sich von den anderen Ortschaften der Region unterscheidet, sondern auch an die Beschaffenheit des Gebietes. Der Sand hat natürliche Barrieren geschaffen, die Stränden ähneln, aber anstatt zum Meer zu grünen Tälern hin liegen und von hohen Felsen umgeben sind. Die Ankunft Fremder in diesem Land hat die piemontesische Kultur, die Gewohnheiten und die Traditionen unberührt gelassen und das Land so naturrein und ehrlich erhalten wie die Menschen, die in ihm wohnen.
Ein dichtes Netz aus Wegen durchzieht die 23 Ortschaften, die im Gebiet des Roero liegen, und geben den Touristen, die das Herz der Insel kennen lernen möchten, die Möglichkeit, in diese Natur einzutauchen, die von mythischen Gestalten bewohnt wird, welche die Tradition der lokalen Märchen bevölkern: Hexen (die hier „Masche“ genannte werden), Zauberfrauen, Zauberer, Wölfe und Füchse sind die Hauptfantasiefiguren der Geschichten, die von Generation zu Generation überliefert werden.
Diese Pfade sind heute bestens ausgeschildert und laden zu Wanderungen ein. Jeder der Wege trägt einen anderen Namen, der darauf hinweist, was einen hier erwartet: „sentiero del miele“, „sentiero romantico“, „grande sentiero“ („Pfad des Honigs“, „Romantischer Pfad“, „Großer Pfad“). Letzterer ist der längste Weg und verbindet Bra auf etwa 34,5 Kilometern mit Cisterna d’Asti: inmitten saftigem Grün und entlang der charakteristischen Dörfer, an denen man nacheinander vorbei kommt.
Einen Besuch wert ist Canale, einer der größten Orte der Insel und deren idealer Hauptort. Hier heißt die einladende Weinhandlung „Enoteca Regionale“ den Fremden willkommen. Sie wird von Luciano Bertello geleitet und zielt auf eine Organisation ab, bei der die Gastfreundschaft gegenüber den Fremden, die in den Roero kommen, groß geschrieben wird, und die das Image des Tourismus und der Önologie wie Gastronomie des gesamten Gebiets neu aufwerten will. Einige Ergebnisse konnten dank der Verleihung des DOCG-Siegels („Denominazione di Origine Controllata e Garantita“ - kontrollierter und garantierter Ursprung) an die heimischen Weine Arnesi und Roero bereits verzeichnet werden.
In Canale ließ die Familie Roero in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts ein kostbares Schloss bauen, das in der Via Roma noch immer zu sehen und heute im Besitz der adligen Handwerksfamilie Malabaila ist. Ein bekanntes Produkt des Ortes ist daneben auch das „Sal di Canale“, Magnesiumsalz mit heilender Wirkung, das bis ins 18. Jahrhundert nach ganz Europa exportiert wurde.
Für die Anhänger des religiösen Tourismus und dessen Walfahrtszielen ist das „Santuario dei Piloni“ eine kleine Perle, an der man nicht vorbeigehen sollte: ein Punkt, der die Pilger, die Trost im Glauben suchen, aus dem gesamten Süden Piemonts anzieht.