ZUSAMMEN STARK

Die Provinz Pesaro und Urbino entstand vor einigen Jahren durch die Vereinigung der zuvor getrennten geschichtsreichen Städte mit ihren zahlreichen Sehenswürdigkeiten.

Die Geschichten

Pesaro liegt am Adriatischen Meer und zeichnet sich durch ein schachförmig angeordnetes Gebiet aus. Diese Gebietsstruktur ist auf die antike römische Herrschaft zurückzuführen. Ihr Ursprung ist aber viel älter: vorher lebten hier die Piceni, Etrusker und Gallier. Nach dem Untergang des Kaiserreichs erlitt Pesaro die Massaker und Zerstörungen der Barbaren und wurde später von den Byzantinern wieder aufgebaut. Zusammen mit Ancona, Fano, Rimini und Senigallia bildete Pesaro den Städtebund der Pentapolis, der von Ravenna abhing, und wurde später Papst Stephan II übergeben. Die Stadt Pesaro wurde von mehreren Regierungen verwaltet, bis sie 1860 ein Teil des Italienischen Königreichs wurde.
Urbino ist eine Stadt römischen Ursprungs. Sie ist ein wichtiges Munizipium gewesen und wurde später von den Goten, Byzantinern, Langobarden und Franken besetzt; Letztere schenkten sie der Kirche. 1155 herrschten die Grafen von Montefeltro über die Stadt: sie umgaben sie mit Mauern, bauten zahlreiche Gebäude und führten die Universität ein. 1797 wurde die Stadt von den Franzosen besetzt und 1860 von den italienischen Truppen erobert.

Die Städte und ihre Sehenswürdigkeiten

Pesaro ist wegen ihrer auf das sechzehnte Jahrhundert zurückzuführenden Majolikaherstellung bekannt; neben der Kunstkeramik bietet die Stadt auch gute Fremdenverkehrsstrukturen und Unterhaltung, was sie zu einem attraktiven Badeort macht. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind Piazza del Popolo und der Palazzo Ducale, der in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts von Alessandro Sforza erbaut und im darauf folgenden Jahrhundert von den Dalla Rovere erweitert wurde. Der Portikus des Palastes, der nur von außen besichtigt werden kann, blickt auf das Herz der Stadt, Piazza del Popolo. In der Mitte des Platzes steht der antike mit Seepferdchen und  Tritonen verzierte achteckige Springbrunnen. Von hier aus gelangt man zur Rocca di Costanza, ein Bespiel der militärischen Architektur des fünfzehnten Jahrhunderts mit mächtigen Wachtürmen, einem viereckigen Grundriss und einem Festungsgraben.
Auch Urbino ist einen Besuch wert: Piazza del Mercatale und Porta Valbona, der Hauptzugang zur Stadt; der von Federico da Montefeltro nach Zeichnung von Francesco di Giorgio Martini erbaute Dom, der 1789 von Giuseppe Valadier in klassizistischem Stil erneuert wurde; Piazza Rinascimento, die mit einem ägyptischen Obelisk verziert ist.

Die Umgebung

Die Provinz zählt bedeutende touristische Zentren wie Gabicce Mare und Fano und Thermalzentren wie Macerata Feltra. Gabicce liegt nördlich von Pesaro. In ihrer Nähe befindet sich Villa Caprile, die Ende des achtzehnten Jahrhundert Residenz der Prinzessin von Galles gewesen ist und einen Garten mit Statuen und Wasserspielen besitzt. Gabicce zeichnet sich durch ausgezeichnete Empfangs- und Fremdenverkehrsstrukturen, die für alle Arten von Touristen geeignet sind, aus. Fano ist eine Industrie- und Handelsstadt  und ein Badeort an der Mündung des Metauro; die Stadt wird jedes Jahr von Touristen aufgesucht, die einen entspannenden Urlaub am  Meer mit seinem kristallklaren Wasser und in den ausgezeichneten Touristenstrukturen verbringen möchten.